Probleme im Erdgasversorgungsnetz Großen-Buseck

Am 8. Oktober gingen innerhalb kürzester Zeit in Großen-Buseck viele Gasheizungen aus. Betroffen war zu diesem Zeitpunkt das gesamte Gebiet nördlich der Wieseck und westlich der Oberpforte. Annähernd zeitgleich wurde in der Straße Burghof eine Grube ausgehoben um einen dort lokalisierten Wasserrohrbruch eines Hausanschlusses zu reparieren. Mit Erstaunen stellten die Arbeiter dort fest, dass der mit hohem Druck austretende Wasserstrahl, in Verbindung mit dem Sand, in den das Gasrohr gebettet war, ein Loch in die Gasleitung „gefräst“ hatte und so das Leitungswasser in das Gasleitungsnetz hineinspritzte. Dazu ist anzumerken, dass das Trinkwassernetz rund 8 Bar Druck aufweist, während das Erdgasnetz lediglich mit einem Druck von 50 Millibar betrieben wird. Aufgrund dieses immensen Druckunterschiedes trat das Wasser ein, ohne dass Gas in nennenswerter Menge entwich.

Im Ergebnis wurde das gesamte tiefer liegende Erdgasnetz geflutet. Im Laufe des Tages wurden dann an etlichen Stellen Erdarbeiten durchgeführt um die Gasleitungen zu entwässern. Die Schwierigkeit dabei ist, dass diese Leitungen über kein definiertes Gefälle verfügen und so galt es einige „Wassersäcke“ zu lokalisieren. Bis zum Wochenende konnte der überwiegende Teil des Gasnetzes wieder in Betrieb genommen werden. Die abschließenden Arbeiten werden jedoch noch einige Zeit andauern.

Mein besonderes Lob an dieser Stelle gilt den Betroffenen die ihre missliche Situation mit sehr viel Verständnis angenommen haben. Aber auch allen Arbeitern, die trotz widriger Bedingungen, ihr Bestes gegeben haben, um in kürzester Zeit viele der „abgesoffenen“ Gasthermen wieder einsatzbereit zu machen, gilt mein Dank. Und letztlich auch dem Hallenbadverein, der es den Betroffenen ermöglichte, ab und an mal eine heiße Dusche zu
genießen.

Nachricht erstellt am: 15. Oktober 2019